
Seit dem 12. Oktober ist nun iOS 5 offiziell verfügbar und glänzt mit über 200 neuen Features (Mitteilungszentrale, iMessage, Erinnerungen, uvm.) und einem etwas verändertem Design. Neben diesen schönen Sachen, die das Leben einfacher machen, gibt es auch einige neue Funktionen und APIs, die für das Enterprise Umfeld und vor allem für Mobile Device Management Lösungen von wichtiger Bedeutung sind:
- Email-Sicherheit
- Man kann nun die Weiterleitung der Emails reglementieren, was u.a. beeinflussen kann, dass Firmenemails nicht mehr über private Emailkonten verschickt werden können. Die Trennung zwischen privat und beruflich ist ab sofort eindeutig.
- Erzwingen von S/MIME – Die IT-Abteilung könnte somit jeglichen Email-Verkehr nur noch mit Nutzung von S/MIME durchlassen.
- App-Sicherheit
- Löschen von Apps
Hat man eine MDM-Lösung wie z.B. MobileIron im Einsatz, so besteht die Möglichkeit alle Apps zu löschen, die über den eigenen MobileIron-AppStore installiert worden sind. Sollte ein Enduser das MDM-Profil löschen, so werden ab sofort zu den gewöhnlichen Enterprise-Settings nun auch die Enterprise-Apps vom Gerät entfernt.
- Senden von Emails via Apps
Es ist nun möglich zu verhindern, dass Apps jegliche Art Emails mit Hilfe des Firmenkontos versenden.
- iCloud App-Sync
Das Synchronisieren zwischen Apps und der iCloud kann nun ebenso deaktiviert werden.
- Zusätzliche Sicherheit und Konfigurationsmöglichkeiten
- iCloud autosync
Das (automatische) Synchronisieren zwischen iOS-Device und der iCloud kann deaktiviert werden. Meine Kunden hatten vor dem Release des iOS 5 die größten Sorgen, dass man das iCloud Backup evtl. nicht mehr deaktivieren kann und alle Daten bei Apple landen – hier wurde Gott sei Dank vorgesorgt.
- Web Proxy Konfiguration
Ein Web-Proxy kann nun via MDM-Lösung konfiguriert werden und bedarf nicht mehr einer händischen Konfiguration.
- Management enforcement
Die IT-Abteilung erhält nun in der MDM-Lösung eine Information, sobald ein Enduser das MDM-Profil löscht.
- Senden von Informationen an Apple
Es kann nun konfiguriert werden, ob Daten nach einem “Absturz” automatisch an Apple gesendet werden oder nicht.
- Zertifikate von nicht autorisierten Zertifizierungsstellen
Die IT kann nun entscheiden, ob ein User Zertifikate von nicht autorisierten Zertifizierungsstellen akzeptieren darf oder nicht. Das ganze sogar auch nach Kategorie.
- WLAN Autojoin
Via MDM kann nun bei den WiFi-Settings eingestellt werden, dass ein WiFi-Netzwerk automatisch verbunden wird, ohne aus der Liste vorher ausgewählt werden zu müssen.
- Daten- und Sprachroaming
Die IT kann nun das Sprach- und Datenroaming ausschalten
Das alles sind Möglichkeiten die fast von jedem 2. Kunden gewünscht wurden und zu meiner Freude umgesetzt worden sind, denn Apple ist ja nicht gerade dafür bekannt sich um das Enterprise-Segment zu kümmern. Eine Funktion die mich persönlich sehr ansprechen würde, ist die Kontrolle der Software-Updates. Man hat leider bis heute nicht die Möglichkeit, neue Firmwareupdates zu untersagen und erst frei zu geben, nach dem das Release von der IT-Abteilung freigegeben worden ist. Aber alles in einem erst mal zufriedenstellend auf iOS 5 bezogen – vielen Dank Apple.